Programm 2021

Uhrzeit Programmpunkt  
Beginn
18:20 Uhr
PIPPA Dystopia
In Dystopia blickt PIPPA auf eine sich politisch, gesellschaftlich und technologisch rasant ändernde Welt, in der die Verheißung einer glücklichen, friedlichen Zukunft für alle weiter entfernt denn je scheint.
  Willi Mernyi Begrüßung durch Willi Mernyi, Vorsitzender Mauthausen Komitee Österreich
  Wladigeroff Brothers & Violinist
Alexander Nantschev
"Tzigane-Medley"
Unzählige Roma und Sinti wurden Opfer der nationalsozialistischen Rassenpolitik. Mehr als 90 % der österreichischen Roma und Sinti wurden ermordet. Die Musiker Alexander und Konstantin Wladigeroff und Alexander Nantschev haben eigens für das Virtuelle Fest der Freude das "Tzigane-Medley" arrangiert. Ein Arrangement aus den Stücken "Tzigane" von Maurice Ravel, "Bingyol" (Trad. Armenian-Klezmer-Yiddish), "Sa o, Roma! Ederlezi" (Trad. Stück der Roma aus Osteuropa) und "Balkan-Song" von den Wladigeroff Brothers.
  Dr. Alexander Van der Bellen Rede von Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen
  Orchester Divertimento Viennese "Over the rainbow" - Harold Arlen
"Sing, sing, sing" - Louis Prima
Auch Homosexuelle wurden von den Nationalsozialisten verfolgt. Auch unter die SS-Kategorie "Asoziale" zu fallen ging schnell wie z.B. Jugendliche, die Swing Musik anstatt Marschmusik hören wollten, wurden als "asozial" verfolgt und meist in ein KZ deportiert. "Over the rainbow", ein Stück, das der jüdisch-amerikanische Komponist Harold Arlen im Jahr 1939 komponierte, wurde zur Hymne für viele Unterdrückte, an den Rand der Gesellschaft gedrängte, insbesondere die LGBTQ-Bewegung.
Die Swing-Komposition "Sing, sing, sing" aus dem Jahr 1936 von Louis Prima gilt als eine der bekanntesten Swing-Kompositionen überhaupt. Das Orchester Divertimento Viennese spielt schwerpunktmäßig Werk von ehemals verfemten und zur Emigration gezwungenen Komponisten.
  Katja Sturm-Schnabl Rede der Zeitzeugin Katja Sturm-Schnabl
Die rassistische Verfolgung durch die Nazis erfasst auch Slawen und andere Gruppen. Katja Sturm-Schnabls Familie gehörte der Volksgruppe der Kärntner SlowenInnen an, weshalb sie von den Nationalsozialisten verfolgt wurde.
  Kurzfilm "Vernichtete Vielfalt"

Der Kurzfilm "Vernichtete Vielfalt" setzt sich mit Vielfalt heute und gestern auseinander. Im Film erzählen unter anderem die Botschafter der Befreiernationen, die Enkelin von Ceija Stoijka sowie VertreterInnen von Opferorganisationen und der Zivilgesellschaft, was für sie alle Vielfalt ist.

Unter den Mitwirkenden sind: Botschafter Dmitrij Ljubiskij - Botschaft der Russischen Föderation, Botschafter Robert Leigh Turner - Botschaft des Vereinigten Königreiches Großbritannien und Nordirland, Botschafter Gilles Pécout - Französische Botschaft in Wien, Gesandte Robin Dunnigan - Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika, Präsident Oskar Deutsch - Israelitische Kultusgemeinde Wien, Geschäftsführerin Christa Bauer - Mauthausen Komitee Österreich, Präsident Rudolf Edlinger - Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, Obmann Matthias Spadinger - Verein Gedenkdienst, Abgeordnete Petra Bayr - Nationalrat der SPÖ, Bündnis "Jetzt Zeichen Setzen", Landtagsabgeordneter Niki Kunrath - Bündnis "Jetzt Zeichen Setzen", Waltraud Eberharter - Mauthausen Guide des MKÖ, Katrin Baminger - "denk mal wien" Vermittlerin des MKÖ, Sonja Schachinger - "denk mal wien" Vermittlerin des MKÖ, Mona Anozie - Enkelin der Zeitzeugin Ceija Stojka.

  Wiener Symphoniker unter der Leitung des Dirigenten
Ingo Metzmacher

Wiener Symphoniker und Dirigent Ingo Metzmacher und Miserae von Karl Amadeus Hartmann.

"Miserae" - Karl Amadeus Hartmann

Der nationalsozialistischen Mordmaschinerie fielen sehr viele Menschen zum Opfer, sei es aus politischer, kriegspolitischer, religiöser Überzeugung oder anderen rassistischen Grundsätzen der Verfolgung, die die Nazis anwandten. Etwa zwei Drittel der jüdischen Bevölkerung, die vor dem 2. Weltkrieg in Europa lebten, wurden durch die Nazis ermordet. Mit seiner 1933/34 komponierten symphonischen Dichtung "Miserae" legte der deutsche Komponist Karl Amadeus Hartmann ein künstlerisches Bekenntnis gegen die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten ab. Die Wiener Symphoniker geben das Stück "Miserae" unter der Leitung des Dirigenten Ingo Metzmacher zum Besten.

19:30 Uhr Ende Wiener Symphoniker unter der Leitung des Dirigenten
Ingo Metzmacher

"Ode an die Freude" - Ludwig van Beethoven

Seinen Abschluss findet das virtuelle Fest der Freude auch dieses Jahr mit der "Ode an die Freude" aus der 9. Symphonie von Ludwig van Beethoven.
Aufgeführt von den Wiener Symphonikern mit Dirigent Ingo Metzmacher.

Willi Mernyi

MKÖ-Vorsitzender

ist seit 2000 ehrenamtlicher Vorsitzender des "Mauthausen Komitee Österreich". Seit 2011 ist Mernyi zudem stv. Vorsitzender der Lagergemeinschaft Mauthausen und Vorstandsmitglied des "Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes".

Mernyi kann eine Reihe von Publikationen insbesondere zu den Themen Politische Bildung (u.a. Handbuch Planspiele 2005, Unser Amerika - austroamerikanische Blitzlichter im Zuge der US-Wahl 2008) und Kommunikationsstrategien gegen Rechtsextremismus (Demagogen entzaubern 2010, Rechtsextrem: Symbole. Codes. Musik. Gesetze 2011, Hetzer stoppen – Audio CD 2013) vorweisen.

Für sein Engagement erhielt Mernyi 2009 das Bundesehrenverdienstzeichen für Toleranz und Menschenrechte sowie 2014 die Marietta und Friedrich Torberg-Medaille.

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Dr. Alexander Van der Bellen

Bundespräsident

Geboren am 18. Jänner 1944 in Wien. Studium der Volkswirtschaft an der Universität Innsbruck, Universitätsprofessor für Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Innsbruck und Wien. Landtagsabgeordneter, Nationalratsabgeordneter, Klubobmann und Bundessprecher der österreichischen Grünen.

Am 26.01.2017 wurde Alexander Van der Bellen zum 9. Bundespräsidenten der Republik Österreich angelobt.

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Katja Sturm-Schnabl

Zeitzeugin

Das Highlight des Virtuellen Fests der Freude 2021 wird die Rede der Zeitzeugin Katja Sturm-Schnabl sein.

Ihre Familie gehörte der Volksgruppe der Kärntner SlowenInnen an, weshalb sie die NS-Behörden im April 1942 von ihrem Bauernhof vertrieben und die Familien zerrissen in sogenannte Sammelstellen für Kärntner Sloweninnen und Slowenen gebracht wurden. 1945 wurde die Familie von den Amerikanern befreit und kehrte im Juli 1945 nach Villach/Kärnten zurück. Am 30. September 2015 wurde ihr das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich verliehen und im Jahr 2019, am 3. Oktober, fand die Verleihung des "Vinzenz-Rizzi-Preis 2019" für Katja Sturm-Schnabl statt.

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Katharina Stemberger

Moderatorin

Katharina Stemberger ist eine österreichische Schauspielerin, Professorin, Produzentin und zivilgesellschaftliche Aktivistin.

Ihr schauspielerisches Repertoire reicht von der leichten Fernsehunterhaltung bis zu den tragischen Heldinnen auf der Bühne. Sie spielte in zahlreichen Theaterproduktionen und TV- und Kinofilmen mit. Außerdem wirkt sie regelmäßig in Jaqueline Kornmüllers "Ganymed" - Reihe im Kunsthistorischen Museum mit.

Seit 2018 ist sie Vorstandsvorsitzende des Integrationshauses Wien und künstlerische KoLeiterin des Theaterfestivals HIN & WEG. Tage für zeitgenössische Theaterunterhaltung in Litschau (gemeinsam mit Intendant Zeno Stanek und Ernst Molden).

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