Fest der Freude

Tag der Befreiung

Der 8. Mai 1945 ist der Tag der bedingungslosen Kapitulation der Deutschen Wehrmacht und des offiziellen Endes des Zweiten Weltkrieges in Europa. Anlässlich der Wiederkehr der Befreiung von der nationalsozialistischen Terrorherrschaft veranstaltet das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) jedes Jahr das Fest der Freude am 8. Mai 2021. Am 8. Mai wird jedoch nicht nur die Befreiung von der nationalsozialistischen Herrschaft gefeiert. Es wird auch jener Millionen gedacht, die von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden. Die Opfer und die Widerständigen sollen an diesem Tag am symbolträchtigen Wiener Heldenplatz gewürdigt, die BefreierInnen gefeiert werden. Das Fest der Freude widmet sich jedes Jahr einem thematischen Schwerpunkt. Im Jahr 2021 widmete sich das Fest der Freude dem thematischen Schwerpunkt "Vernichtete Vielfalt".

Am 8. Mai 2021 jährte sich zum 76. Mal die bedingungslose Kapitulation der Deutschen Wehrmacht. An diesem Tag veranstaltete das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) im Gedenken an die Opfer und die Freude über die Befreiung der NS-Terrorherrschaft bereits zum neunten Mal das Fest der Freude. Über 30.000 Zuseherinnen und Zuseher sind dem Aufruf gefolgt das Fest der Freude im ORF III und auf allen Onlinekanälen des MKÖ, das aufgrund der Covid-19-Pandemie zum zweiten Mal nicht am Heldenplatz stattgefunden hat, wieder virtuell mitzufeiern. Die virtuellen ZuseherInnen kamen aus über 20 Ländern wie Österreich, Deutschland, aber auch Australien, China, Iran, Brasilien, Israel und USA waren dabei.Den Höhepunkt der Veranstaltung bildeten die Reden von Zeitzeugin Katja Sturm-Schnabl und von Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitee Österreich, eröffnete das Fest der Freude. 2021 war ein Kurzfilm zum thematischen Schwerpunkt Teil des Fests der Freude.

Unter den Mitwirkenden waren: Botschafter Dmitrij Ljubiskij – Botschaft der Russischen Föderation, Botschafter Robert Leigh Turner – Botschaft des Vereinigten Königreiches Großbritannien und Nordirland, Botschafter Gilles Pécout – Französische Botschaft in Wien, Gesandte Robin Dunnigan – Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika, Präsident Oskar Deutsch – Israelitische Kultusgemeinde Wien, Geschäftsführerin Christa Bauer – Mauthausen Komitee Österreich, Präsident Rudolf Edlinger – Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, Obmann Matthias Spadinger – Verein Gedenkdienst, Abgeordnete Petra Bayr – Nationalrat der SPÖ, Bündnis "Jetzt Zeichen Setzen", Landtagsabgeordneter Niki Kunrath – Bündnis "Jetzt Zeichen Setzen", Waltraud Eberharter – Mauthausen Guide des MKÖ, Katrin Baminger – "denk mal wien" Vermittlerin des MKÖ, Sonja Schachinger – "denk mal wien" Vermittlerin des MKÖ, Mona Anozie – Enkelin der Zeitzeugin Ceija Stojka.

Das Fest der Freude verpflichtete sich selbst zur Vielfalt und so war diese Vielfalt auch im musikalischen Programm zu sehen. Die Wiener Symphoniker, musikalischer Partner des "Fests der Freude" der ersten Stunde, präsentierten u. a. die symphonische Dichtung "Miserae" des deutschen Komponisten Karl Amadeus Hartman. Neben den Beiträgen der Wiener Symphoniker mit Dirigent Ingo Metzmacher waren auch andere MusikerInnen, wie das Orchester Divertimento Viennese mit Dirigent Vinzenz Praxmarer und PIPPA mit dabei, um die Vielfalt der Opfergruppen auszudrücken. Durch das virtuelle Fest der Freude, das mit der "Ode an die Freude" von Ludwig van Beethoven einen feierlichen Abschluss fand, begleitete auch dieses Jahr Schauspielerin Katharina Stemberger. Am 8. Mai 2021 um 18:20 Uhr wurde das Virtuelle Fest der Freude auf ORF III übertragen und international auf den Online-Plattformen des Mauthausen Komitees Österreich mehrsprachig gestreamt.

Rund um das Fest der Freude gab es diverse virtuellen Aktionen zum Schwerpunkt "Vernichtete Vielfalt" und zum 8. Mai. Zusätzlich zu den Social-Media Aktivitäten und dem Virtuellen Fest der Freude fand vom 5.5.2021 – 11.5.2021 eine symbolische Gedenkaktion am Heldenplatz statt. Mit Zitaten und Fotos von KZ-Überlebenden sowie Auszüge aus dem Mauthausen Schwur der Überlebenden in verschiedenen Sprachen konnte so trotz Pandemie Raum für Gedenken eingenommen und Sichtbarkeit am Heldenplatz geschaffen werden.