Orchester

Orchester

Die Wiener Symphoniker zählen mit ihrem unvergleichlichen Wiener Klang zu den renommierten internationalen Spitzenorchestern. Die bewusste Pflege, Entwicklung und Vermittlung dieser traditionellen, im Lauf einer über 100-jährigen Geschichte gewachsenen Klangkultur stellt einen Schwerpunkt der Arbeit des Orchesters dar.

Wiener Symphoniker beim Fest der Freude 2015 © MKÖ, Sebastian Philipp

Seine 128 Mitglieder prädestinieren das Orchester dabei insbesondere für die hochromantische Konzertliteratur: Werke von Brahms, Bruckner, Mahler und Richard Strauss zählen daher zum Kernrepertoire der Wiener Symphoniker. Mit außergewöhnlichen Projekten, ungewöhnlichen Programmen und Einspielungen auf dem eigenen Label haben sich die Wiener Symphoniker in den vergangenen Jahrzehnten ihren Ruf als innovatives Spitzenorchester gefestigt. Gegründet 1900 unter dem Namen "Wiener Concertverein", prägten so herausragende Dirigentenpersönlichkeiten wie Bruno Walter, Richard Strauss, Wilhelm Furtwängler, Hans Knappertsbusch, Herbert von Karajan, Wolfgang Sawallisch, Carlo Maria Giulini, Gennadij Roshdestvenskij, Georges Prêtre, Rafael Frühbeck de Burgos, Vladimir Fedosejev und Fabio Luisi die Entwicklung der Klangkultur des Orchesters. Als regelmäßige Gastdirigenten feierten zudem Weltstars wie Leonard Bernstein, Lorin Maazel, Zubin Mehta, Claudio Abbado, Carlos Kleiber oder Sergiu Celibidache viel beachtete Erfolge. Musikgeschichte schrieb das Orchester u. a. mit den Uraufführungen von heute so selbstverständlich im Repertoire verankerten Werken wie Anton Bruckners Neunte Symphonie, Arnold Schönbergs Gurre-Lieder, Maurice Ravels Konzert für die linke Hand und Franz Schmidts Das Buch mit sieben Siegeln.

Mit dem Antritt von Philippe Jordan zur Spielzeit 2014–15 als erstem direkt von den Musikerinnen und Musikern gewählten Chefdirigenten begann das bislang jüngste Kapitel in der Geschichte der Wiener Symphoniker. Ein besonderer Fokus liegt seitdem auf der intensiven Beschäftigung mit saisonalen Schwerpunktkomponisten sowie zeitgenössischer und alter Musik. Andere Neuerungen sind die Bestellung jährlich wechselnder Artists in Residence sowie die Intensivierung der Aktivitäten in der Musikvermittlung. Mit der Saison 2021-22 wird der kolumbianische Dirigent Andrés Orozco-Estrada neuer Chefdirigent des Orchesters.

Als Wiener Konzertorchester mit eigenen Zyklen sowohl im Musikverein Wien als auch im Wiener Konzerthaus spielen die Wiener Symphoniker über 150 Konzert- und Opernauftritte und verantworten so den weitaus größten Teil des symphonischen Lebens der Musikstadt Wien. Als offizieller Kulturbotschafter der Stadt Wien gastieren sie außerdem regelmäßig in den wichtigsten internationalen Musikzentren. Seit der Spielzeit 2017-18 verlassen die Wiener Symphoniker für die Grätzl-Konzerte zudem ihre traditionellen Spielstätten im Herzen Wiens und bringen ihre Musik in die Wiener Gemeindebezirke.

Seit Anbeginn im Jahre 1946 sind die Wiener Symphoniker jeden Sommer das Orchestra in Residence der Bregenzer Festspiele. Dort treten sie nicht nur als Opernorchester beim Spiel am See auf der weltgrößten Seebühne und bei der Oper im Festspielhaus in Erscheinung, sondern bereichern das Programm des Festivals mit mehreren Konzerten. Seit 2006 wirken die Wiener Symphoniker bei zahlreichen Opernproduktionen im Theater an der Wien mit. Zahlreiche Einspielungen, die seit 2012 auch auf dem orchestereigenen Label erscheinen, runden das Profil des geschichtsträchtigen Klangkörpers ab.

Die Wiener Symphoniker danken der Oesterreichischen Nationalbank und der Münze Österreich AG herzlich für die freundliche Unterstützung.

Alexander Liebreich

Dirigent

In der Saison 2018/19 trat Alexander Liebreich sein Amt als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Rundfunk-Sinfonieorchesters Prag an. Seit 2018 ist Liebreich zudem Künstlerischer Leiter des Richard-Strauss-Festivals in Garmisch-Partenkirchen und steht dazu in der Nachfolge von Brigitte Fassbaender und Wolfgang Sawallisch an der Spitze der Richard-Strauss-Gesellschaft.

Neben den Debüts in der Essener Philharmonie, dem Kopenhagener Rundfunksaal und dem Wiener Musikverein war er in der vergangenen Saison auch in der Hamburger Elbphilharmonie das erste Mal zu Gast. Von 2012 bis 2019 war er Chefdirigent und Künstlerische Leiter des Nationalen Sinfonieorchesters des Polnischen Rundfunks (NOSPR), mit welchem er 2014 die neue Konzerthalle in Katowice einweihte.

Der Freistaat Bayern ehrte Alexander Liebreich im Oktober 2016 mit dem Sonderpreis des Kulturpreises Bayern 2016.

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Julia Lezhneva

Sopranistin

Die junge russische Sopranistin Julia Lezhneva überzeugt und begeistert bereits international: ihre Stimme wird als "engelsgleich" (The New York Times) bezeichnet, sie sänge mit "reinem Ton" (Opernwelt) und "makelloser Technik" (The Guardian). Zu einer Sensation geriet ihr Auftritt mit Rossinis "Fra il padre" bei den Classical Brit Awards 2010 in Londons Royal Albert Hall, zu denen sie von Dame Kiri Te Kanawa eingeladen wurde.

Die Opernwelt zeichnete sie mit dem Titel "Nachwuchskünstlerin des Jahres 2011" aus für ihr Debut an der La Monnaie in Brüssel. Im darauffolgenden Jahr erlebte sie einen überwältigenden Erfolg mit Werken von Rossini bei der Victoires de la Musique Classique Gala in Paris als sie zusammen mit Renée Fleming, Natalie Dessay, Philippe Jaroussky und Nathalie Stutzmann auf der Bühne stand.

Zu ihren Debüts in der kommenden Spielzeit 2019/20 zählen u.a. Konzerte mit den Berliner Philharmonikern und Adam Fischer im Oktober 2019 und dem Musikverein Wien im Februar 2020.

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