Fest der Freude 2020

Tag der Befreiung

Der 8. Mai 1945 ist der Tag der bedingungslosen Kapitulation der Deutschen Wehrmacht und des offiziellen Endes des Zweiten Weltkrieges in Europa.

Anlässlich der 75. Wiederkehr der Befreiung von der nationalsozialistischen Terrorherrschaft veranstaltet das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) zum achten Mal das Fest der Freude am 8. Mai 2020. Wegen der behördlichen Anordnungen der Bundesregierung zur Covid-19-Pandemie wird das Fest der Freude, im Gedenken an die Opfer und die Freude über die Befreiung der NS-Terrorherrschaft, virtuell stattfinden.

Am 8. Mai 1945 kapitulierte die Deutsche Wehrmacht und der Zweite Weltkrieg endete in Europa. Der 8. Mai ist ein Tag der Freude. Am 8. Mai wird jedoch nicht nur die Befreiung von der nationalsozialistischen Herrschaft gefeiert. Es wird auch jener Millionen gedacht, die von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden. Die Opfer und die Widerständigen sollen an diesem Tag am symbolträchtigen Wiener Heldenplatz gewürdigt, die BefreierInnen gefeiert werden.
Das Fest der Freude widmet sich im Jahr 2020 dem inhaltlichen Schwerpunkt "Menschlichkeit ohne Grenzen".

Das Highlight des Festaktes wird die Rede der Zeitzeugin Erika Kosnar sein. Erika Kosnar stammt aus einer Wiener ArbeiterInnenfamilie jüdischen Glaubens. Ihre Mutter konvertierte ein Jahr vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten zum Judentum. Ab 1938 musste Erika Beschimpfungen, Schikanen und Gräuel erleiden. Unter anderem Dank des zivilen Muts ihrer Mutter, überlebte sie den Nazi-Terror in Wien. Bis heute setzt sie sich für ein "Niemals wieder" ein.

Auch die Wiener Symphoniker werden mit einem Beitrag vertreten sein. Ebenfalls werden Videos zum thematischen Schwerpunkt "Menschlichkeit ohne Grenzen" der Botschaften der Befreier-Nationen und vielen anderen gezeigt. Das virtuelle Fest wird mit der Begrüßung von MKÖ-Vorsitzendem Willi Mernyi und den Worten von Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen feierlich eröffnet.

Dieses Jahr wird das Fest der Freude erstmals nicht am Heldenplatz, sondern im Livestream auf www.festderfreude.at und in der Live-Übertragung auf ORF III zu sehen sein.

Durch das Virtuelle Fest der Freude begleitet uns die Schauspielerin Katharina Stemberger.

Das Fest der Freude findet in enger Zusammenarbeit mit den Wiener Symphonikern und mit der Unterstützung der Israelitischen Kultusgemeinde, dem Verein Gedenkdienst sowie dem Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands statt.

In den letzten 7 Jahren setzten mehr als 68.000 BesucherInnen beim Fest der Freude ein starkes Zeichen für die Etablierung eines würdigen Gedenkens am 8. Mai als Tag der Befreiung.

Erika Kosnar

Zeitzeugin

Erika Kosnar stammt aus einer Wiener ArbeiterInnenfamilie jüdischen Glaubens. Ihre Mutter konvertierte 1931 zum Judentum. Ab 1938 musste Erika Beschimpfungen, Schikanen und Gräuel erleiden. Unter anderem Dank des zivilen Muts ihrer Mutter, überlebte sie den Nazi-Terror in Wien.

Jahrzehntelang sprach Erika Kosnar nicht öffentlich über ihre Erfahrungen. Seit dem Jahr 2000 spricht sie auf Veranstaltungen, vor allem an Schulen. Sie ist bis heute gut über die politische Situation informiert und setzt sich für Zivilcourage und Menschlichkeit ein. Auch Solidarität in kleinen Situationen des Alltags ist ihr wichtig. "Oft muss sich nur die erste Person trauen", sagt sie. Bis heute setzt sie sich für ein "Niemals wieder" ein.

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Wiener Symphoniker

Die Wiener Symphoniker zählen zu den renommiertesten und traditionsreichsten internationalen Spitzenorchestern, weltweit gerühmt für ihren unvergleichlichen Wiener Klang.

Die bewusste Pflege, Entwicklung und Vermittlung dieser traditionellen, im Lauf einer über 100-jährigen Geschichte gewachsenen Klangkultur stellt einen Schwerpunkt der Arbeit des Orchesters dar.

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Mauthausen Komitee Österreich

Das Mauthausen Komitee Österreich ist die offizielle Nachfolgeorganisation der Überlebenden des KZ Mauthausen und seiner Außenlager. Das MKÖ verpflichtete sich das Vermächtnis der ehemaligen KZ-Häftlinge zu bewahren und weiter zu tragen.

Das Gedenken an die Opfer der Verbrechen des NS-Regimes, insbesondere jene, die im KZ Mauthausen und in den Außenlagern gefangen gehalten wurden, sowie die engagierte anti-faschistische und anti-rassistische Arbeit vor allem mit jungen Menschen bilden den Schwerpunkt der Aktivitäten des Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ).

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