Das Fest 2019

Tag der Befreiung

Am 8. Mai 2019 um 19:30 Uhr veranstaltet das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) zum Gedenken an die Opfer und der Freude über die 74. Wiederkehr der Befreiung von der nationalsozialistischen Terrorherrschaft in Kooperation mit den Wiener Symphonikern zum siebten Mal das Fest der Freude auf dem Wiener Heldenplatz.

Das Fest der Freude widmet sich im Jahr 2019 neben dem Tag der Befreiung auch den inhaltlichen Schwerpunkten Europa und Menschenrechte. Das Highlight des Festaktes wird die Rede von Zeitzeugen und KZ-Überlebenden Shaul Spielmann sein. Shaul Spielmann ist gebürtiger Wiener. Er wurde 1942 in Wien verhaftet und ins KZ Theresienstadt deportiert. Spielmann überlebte sechs Konzentrationslager u.a. das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau sowie Konzentrationslager im KZ-System Mauthausen. Im Mai 1945 wurde er in dem für ihn schlimmsten Konzentrationslager Gunskirchen von der US Army befreit. Solidarität hatte für sein Überleben einen großen Stellenwert und hat diesen bis heute.

Die Wiener Symphoniker werden 2019 unter der Leitung von Dirigentin Eva Ollikainen und mit Stargeiger Pekka Kuusisto als Solisten wiederum ein kostenloses Open-Air-Konzert spielen, um mit den Mitteln der Musik ein Zeichen zu setzen.

Das Fest wird mit der Begrüßung von MKÖ-Vorsitzendem Willi Mernyi und den Worten von Bundespräsident Dr. Alexander van der Bellen gestartet.

Die Botschaften widmen sich den inhaltlichen Schwerpunkten des Fest der Freude 2019. Statements von BotschafterInnen der Befreiernationen, eine Botschaft aus Europa, der Israelitischen Kultusgemeinde, des Verein GEDENKDIENST und des Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes werden das Fest der Freude eröffnen.

Auch 2019 ist das Musikprogramm der Wiener Symphonikern wieder eng am übergreifenden Thema der Feierlichkeiten angelehnt. Das Programm zeichnet dabei einen musikalischen Bogen von den Wirren der Vorkriegszeit über das Grauen der Diktatur bis hin zur Freude über den letztlichen Triumph der Menschlichkeit. Am Beginn des Programms steht Ravels 1920 uraufgeführte Tondichtung La Valse, die von wehmütigen Erinnerungen an das verflossene Wien des frühen 20. Jahrhunderts inspiriert wurde. Ein Ausschnitt aus Schostakowitschs so beklemmenden wie klanggewaltigen Zehnten Symphonie steht für die Erfahrung der Unterdrückung und Tyrannei. Arvo Pärts tief spirituelles "Fratres" mit Stargeiger Pekka Kuusisto als Solisten und eine für Violine arrangierte Version des Lieds der Marietta aus Erich Wolfgang Korngolds von den Nazis verbotenen Oper "Die tote Stadt" beschwören die Ideale von Frieden und Toleranz. Mit dem ausgelassenen Rondo-Finale aus Mahlers Fünfter Symphonie wird anschließend das Ende der Barbarei bejubelt. Wie in den letzten Jahren schließt das Fest der Freude mit der "Ode an die Freude" aus Beethovens Neunter Symphonie, die Conchita gemeinsam mit dem Publikum singen wird. Durch die Veranstaltung führt Katharina Stemberger.

Das Fest der Freude findet bei jedem Wetter am Wiener Heldenplatz statt. Sitzplätze sind für Ältere und Menschen mit besonderen Bedürfnissen beschränkt vorhanden.

Auch dieses Jahr überträgt ORF III Kultur und Information das Fest der Freude live vom Wiener Heldenplatz. Die TV-Übertragung war bisher der Höhepunkt eines umfangreichen Themenschwerpunkts zur Geschichte des Konzentrationslagers Mauthausen und seiner Außenlager.

In den letzten 6 Jahren setzten mehr als 58.000 BesucherInnen beim Fest der Freude ein starkes Zeichen für die Etablierung eines würdigen Gedenkens am 8. Mai als Tag der Befreiung.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Programm 2019

Das Fest auf einen Blick

Fest der Freude 2016

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